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Stretchen, Abrollen, abnehmen - 5 hartnäckige Laufmythen unter der Lupe!

Laufmythen - was ist wirklich dran?

"Joggen schadet den Gelenken..."

"Erst nach 30 Minuten fängst du an, abzunehmen..."

Beim Joggen scheiden sich die Geister: Die einen lieben es, die anderen hassen es - für Meinungen dazwischen ist wenig Platz. Während Läufer nur Vorteile ihres Lieblingssports zur Sprache bringen, betonen Sportmuffel stets angebliche Nachteile und gesundheitliche Risiken unseres Volkssports Nummer 1. Dabei bedienen sie sich teilweise einem Repertoire hartnäckiger Mythen, die wir uns genauer anschauen möchten. Welche Aussagen sind im Kern wahr, welche sind eigentlich frei erfunden?

Gemeinsam mit dem 7-fachen Ironman Sieger und Duathlon-Weltmeister Jürgen Zäck, der heute als Lauf- und Triathlon-Coach tätig ist, bringen wir Licht ins Dunkel.

 

Mythos 1: "Erst nach 30 Minuten fängst du an, abzunehmen."

FALSCH! Dein Körper verbrennt ab dem ersten Schritt Kalorien, also Energie - und zwar aus Fetten und Kohlenhydraten. Lange dachte man, dass die Fettspeicher bei körperliche Anstrengung erst dann angezapft werden, wenn die Kohlenhydrat-Depots vollständig leergelaufen sind. Mittlerweile weiß man aber, dass beide Energiequellen sofort angezapft werden und das Verhältnis durch die Belastungs-Intensität beeinflusst werden kann. Wer abnehmen möchte, sollte sich aus unserer Sicht aber auf die Steigerung seines Gesamtenergieumsatzes und seines Kaloriendefizits konzentrieren. Ob das mithilfe von langsamen oder schnellen Läufen geschieht, ist zweitrangig und jedem selbst überlassen.

ISAAC TIPP: Auch Krafttraining ist eine gute Methode, um Fett zu verbrennen, denn der Muskelstoffwechsel verbrennt viel Energie. Das heißt: Wer viele Muskeln hat, steigert seinen Grundumsatz und verbrennt sogar beim "nichts tun" mehr Energie.

 

Mythos II: "Ausgiebiges Stretchen vor dem Laufen ist wichtig."

FALSCH! Zwar fühlen sich die Muskeln und Gelenke nach einem ausgiebigen Streching beweglicher und geschmeidiger an; das Verletzungsrisiko wird aber erhöht. Dehnen reduziert die Spannung in den Muskeln, Bändern und Sehnen. Die fehlende Grundspannung und erhöhte Gelenkreichweite stellt besonders bei schnellen, explosiven Bewegungen eine hohe Verletzungsgefahr dar.

ISAAC TIPP: Dehnen ist definitiv sinnvoll, um Verspannungen, Muskelverkürzungen und muskulären Dysbalancen vorzubeugen, sollte allerdings eher nach dem Training oder in einer separaten Einheit gemacht werden. Denke trotzdem immer daran, dich mindestens 10-15 Minuten aufzuwärmen. 

 

Mythos III: "Laufen schadet den Gelenken."

FALSCH! Oft wird laufen mit Gelenkerkrankungen wie Arthrose in Verbindung gebracht. Es gilt allerdings: Wenn wir "richtig" laufen - also mit einem gesunden Laufstil, gut sitzende und gedämpfte Laufschuhe tragen und genügend Erholungsphasen in das Training einbauen, ist Laufen sogar gesund für die Gelenke: Sie können sich nämlich ausschließlich durch Bewegung "ernähren", denn sie fördert die Versorgung mit Nährstoffen. Was passiert beim Laufen? Die Knorpel werden abwechselnd zusammengedrückt und gedehnt, wodurch Sauerstoff in das Gelenk gelangt und Abfallprodukte abtransportiert werden

ISAAC TIPP: Um Verletzungen vorzubeugen, ist es sinnvoll, das Lauf-ABC und Rumpfstabilisation ins Training einzubinden.

 

Mythos IV: "Laufen auf Asphalt ist schädlich."

EHER FALSCH! Wer kennt sie nicht? Die Läufer, die auf Biegen und Brechen versuchen, Asphaltstraßen in ihren Jogging-Runden zu vermeiden. Manch einer nimmt dafür kreative Umwege in Kauf. Dies ist in den meisten Fällen unnötig. Trägt man hochwertige und gut gedämpfte Laufschuhe gleichen diese die fehlende Dämpfung des Untergrundes wieder aus.

ISAAC TIPP: Wenn du (fast) ausschließlich auf asphaltierten Wegen unterwegs bist, achte auf gut gedämpfte Laufschuhe. Lass dich dafür am besten in einem kompetenten Laufgeschäft beraten.  

 

Mythos V: "Beim Laufen solltest du über die Ferse abrollen."

FALSCH! Eine ideale Lauftechnik ist in erster Linie ökonomisch. Jeder Läufer läuft unterschiedlich. Somit ist auch der Laufstil individuell, ein Patentrezept gibt es nicht. Allerdings ist ein Aufsatz mit der Ferse weit vor dem Körperschwerpunkt ineffizient, da dadurch der Schwung bei jedem Schritt gebremst wird. Außerdem steigt das Verletzungsrisiko, da lange Schritte die auf den Körper wirkenden Kräfte sowie das Gewicht und den Zug auf Muskulatur, Gelenke und Gewebe erhöhen. 

ISAAC TIPP: Eine hohe Trittfrequenz (>175 Schritte / Minute) und ein Aufsetzen unterhalb des Körperschwerpunkts gelten als verletzungsvorbeugend und effizient. Aber Achtung - verändere deinen Laufstil nur sehr langsam und vorsichtig. 

 

Mythos VI: "Laufen ist einfach nur langweilig."

FALSCH! Natürlich ist das eine sehr persönliche Meinung... aber wir möchten dich motivieren, dem Laufen noch einmal eine Chance zu geben, wenn du zu den Jogging-Muffeln gehörst. Solltest Du Dich beim Laufen schnell langweilen, dann haben wir ein paar Tipps für Dich.

ISAAC TIPP: Höre einen Podcasts auf deinen langen und lockeren Läufe, motivierende Musik für schnelle Läufe. Verabrede Dich mit Freunden oder schließ Dich einem Lauftreff an. Lauf auf neuen, abwechslungsreiche Strecken, zum Beispiel Sonntags durch die Innenstadt. Variier mit deinem Tempo - zum Beispiel mit Minutenläufe. Hierbei läufst du mehrfach für ein paar Minuten deutlich über deinem Wohlfühltempo und trabst dazwischen locker weiter.  

Das könnte zum Bespiel so aussehen:

  • 15 Minuten locker warm laufen
  • 1 - 2 - 3 - 4 - 3 - 2 - 1 Minuten zügiges Tempo mit jeweils 2 Minuten Trabpause dazwischen
  • 10 Minuten auslaufen

 

 Wir wünschen dir viel Spaß beim Umsetzen unserer Lauf-Tipps! Lass uns gerne wissen, ob sie dir weiterhelfen!

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