Fett - das Energiedepot des Körpers

Tim Dapprich |

Fette (Lipide) dienen dem Körper in erster Linie als Energielieferant und Energiespeicher. Darüber hinaus übernehmen sie verschiedene Funktionen als Hormone, Mediatoren und Bestandteile biologischer Membranen. Ihre Komponenten (die Fettsäuren) unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Kettenlänge, ihrer Sättigung und ihrer Essenzialität.

Die Kettenlänge beeinflusst die Löslichkeit des Fetts in Wasser. Der Sättigungsgrad bezieht sich auf die Art der Verbindung der einzelnen C-Atome der Fettsäure, ihre Essenzialität hängt davon ab, ob der menschliche Organismus die Fettsäure synthetisieren kann.

Die für eine gesunde Ernährung relevanteste Unterscheidung ist die in gesättigte Fettsäuren (alle C-Atome durch Einzelbindungen verknüpft) und ein- oder mehrfach ungesättigte (eine oder mehrere Doppelbindungen). Je mehr Doppelbindungen eine Fettsäure vorweist, desto reaktiver und flüssiger ist sie bei Raumtemperatur.

Wieso sind ungesättigte Fettsäuren so wichtig?

Zellmembranen benötigen für die Aufrechterhaltung ihrer Funktionen ungesättigte Fettsäuren (FS). Diese können vom Körper teilweise synthetisiert werden, z.B. Ölsäure (einfach ungesättigt, kommt sonst vor allem in Oliven und Sonnenblumenöl vor). Wichtige ungesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann, sind z.T. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Ein exakter Bedarf an diesen FS lässt sich aus metabolischen Gründen nicht angeben. Der allgemeine Anteil der Fette an der täglichen Energiezufuhr soll ca. 25 bis 30% betragen. Dabei sollen max. 10% gesättigte, 13% einfach ungesättigte und 7% mehrfach ungesättigte FS sein.

Gute Quellen für die essenziellen ungesättigten Fettsäuren sind Leinöl, Hanföl, Portulak, Lachs und Ostsee-Hering (Omega-3) sowie Traubenkern- und Sonnenblumenöl und Chiasamen, Thunfisch und Lachs (Omega-6). Auch Insekten und Hanf in isaac enthalten diese wichtigen Fette.